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Zur Geschichte unserer Freimaurerloge
Es wird wohl noch eine Weile dauern - aber einige von uns sind damit beschäftigt, eine kurze Geschichte der Loge aus vorhandenen Quellen so aufzuschreiben, daß man es im Internet veröffentlichen und lesen kann.
Die Loge hatte bereits 1967 zu ihrem 150. und erneut 1992 zu ihrem 175. Stiftungsfest schöne Broschüren veröffentlicht, woraus sich ergibt, daß sie 1817 gegründet (wir sagen: gestiftet) wurde, noch genauer: Am 6. Februar 1817 zu Hamburg-Altona im damaligen Logenhaus, das im 2. Weltkrieg zerstört wurde.
Damit Sie diese Seite jedoch nicht umsonst aufgesucht haben, möchten wir Ihnen zwei schöne historische Motive aus der Logengeschichte zeigen.
Da ist zunächst die Stiftungsurkunde (=Gründungsurkunde). Leider ist es nicht das Original. Das ging durch Kriegseinwirkungen verloren.
Die hier gezeigte Urkunde - der Freiheitsbrief unserer Loge - wurde im Jahr 1955 nach Vorgaben des damaligen Logenmeisters Br. Fr. Haas von der GLLdFvD erneuert.
Und dann möchten wir Ihnen noch unser Logen-Emblem vorstellen. Und einen kurzen Text dazu zitieren.

Das Logensiegel kann man auf jeder Seite (oben links) sehen. Es gibt jedoch darüber hinaus auch noch ein Emblem der Loge, das den im Siegel gezeigten Elementen weitere hinzufügt. Das Original dieses Emblems hängt im Vorraum des Kapitelsaales im Logenhaus.
Vor vielen Jahren einmal hat der Br. B. Sweers eine kurze Deutung dieses Emblems in der "Zirkelkorrspondenz" (das ist die Mitglieder-Zeitschrift) veröffentlicht (93. Jahrg., Heft 3, S. 45/96). Sie sei hier auszugsweise wiedergegeben.
"Das Emblem der Joh.-Loge "Zur unverbrüchlichen Einigkeit" weist nach der Deutung im Vorraum zum Kapitel-Saal einen behauenen Stein auf, der frei mitten in der Landschaft steht. Gras und Feldblumen umgeben den Stein, eine Ermahnung an die Vergänglichkeit ("Alles Fleisch ist wie Gras"). Etwas weiter im Hintergrund erhebt sich Gebüsch, aus dem ein einzelner Baum sich emporreckt, vielleicht eine Eiche, rechts von dem Stein. Links von ihm scheinen Gebäude, kaum noch erkennbar, die Nähe menschlicher Wohungen anzudeuten. Vielleicht soll dadurch die Beziehung des Steines zu den Menschen ausgedrückt sein, während die Eiche unwandelbare Treue versinnbildlicht.
Der Strom hinter dem Gebüsch und vor dem Gebirge ist wiederum ein Abbild des menschlichen Daseins: "Gleich wie ein Strom".
Die Berge im Hintergrund lassen es ahnen, daß wir es mit Menschen zu tun haben könnten, die, wie der Psalmist, ihre Augen aufheben zu den Bergen, von welchen uns Hilfe kommt.
Ein ruhiger, aufklarender Himmel, bei dem die dunklen Wolken wegziehen, zeigt an, daß Friede in der Landschaft eingekehrt ist, ein Friede, der höher ist als die Vernunft.
Hoch über dem Stein schließen sich zwei Hände zusammen von Menschen, die dadurch bekunden, daß sie zueinander gehören. Sie symbolisieren die Einigkeit.
Und dann der Stein selbst: Er ist behauen, kein rauher Stein mehr, und zeugt von dem Fleiß seiner Bearbeiter. Er trägt Zirkel und Winkel an seiner Vorderseite zum Beweis seiner Bearbeitung durch die Mitglieder der Loge, nicht etwa durch irgendwelche Werker, die ohne Sinn und Ziel gearbeitet haben.
Der Sinn ergibt sich dem Kundigen in der Bedeutung des Winkelmaßes: In Demut erhoben, in Gnade befreit, und das nicht allein, sondern, wie es der Zirkel andeutet, in der großen Gemeinschaft aller Brüder auf der Erde, die von dem 3f.g.B.d.g.W. gewürdigt sind, in freier Entscheidung für ihn an seinem Bau mitzuarbeiten.
So hat sich der Einzelne, so hat sich die Gemeinschaft aus rohen, unbehauenen Steinen zu einem kunstvollen, fein behauenen Stein entwickelt, der mitten in dem großen Tempel des Ewigen steht, angenommen von ihm. Das ist aber der Glaube der Mitglieder dieser Loge, daß sie dessen gewürdigt sind. [...]
So spricht uns aus dem ganzen Bilde - weit mehr noch als aus dem heutigen Siegel der Loge - das Wort an, das im Epheserbrief des Ap. Paulus steht:
"Seid fleissig, zu halten die Eingkeit im Geist durch den Bund des Friedens: ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eurer Berufung".
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